Meine Visionen für mein Leben

Vorwort

„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“ 😛

„Traue deiner Sehnsucht, folge ihr bis an den äußersten Rand.“ (Anselm Grün)

Meine kleine Vision

Wir wohnen kostenfrei in einer kleinen Behausung auf einem Grundstück am oder im Wald in sehr ruhiger Lage und sind trotzdem noch an Öffis angebunden. Ein Seminarraum (z.B. Büro oder Praxis) wird uns ebenfalls kostenfrei für unsere Gruppen überlassen.

Ich gehe keiner Erwerbsarbeit nach, sondern arbeite nur in alternativen Wirtschaftskreisen. Dort verschenke ich meine Talente, die ich gerne geben möchte. Ich engagiere mich bei LebensmittelrettenRepair-Café, Offene Werkstatt u.ä. sowie als Mediator / „Verbindungsstifter“.

Im Hintergrund haben wir eine Gruppe von min. 5 Leuten, die sich wöchentlich trifft zum Austausch und zur Planung nächster Schritte sowie sich insbesondere in einem anderen Miteinander übt. Wir kooperieren viel mit lokalen anderen Gruppen.

Ab und zu spiele ich auch mit Kindern oder auch mal Badminton oder führe einen Hund aus.

Unsere Existenz ist garantiert dadurch, dass wir viel im Netzwerk tauschen, uns gut vernetzen, Lebensmittel retten, mit weniger Konsum zufrieden sind und in Kooperation mit anderen viel reparieren bzw. upcyclen und alternative Energien nutzen.

Trotz alledem gibt’s immer wieder Zeit für Muße und Zeit für Zweisamkeit.

Mein große Vision

Mein langfristig angestrebte parallele Alternative für alle

Stell Dir mal vor, keiner müsste zur Arbeit gehen. Das Notwendigste, was wir zum Leben brauchen, haben wir. Reisen wird überflüssig, denn alles was wir brauchen, ist vor Ort. Kinder lernen nur, was ihnen Freude macht, was sie interessiert und Erwachsene tun nur, was sie für sinnvoll halten und was zu ihnen passt. Entschleunigung und Ineffizienz sind völlig normal und Optimierungen sind nie Programm. Rentenalter gibt es nicht, jeder tut sein Leben lang so viel er mag und für alle gibt es sinnvolle Betätigungsfelder. Unstimmigkeiten werden sofort offen und einfühlsam kommuniziert mit Unterstützung der Gemeinschaft. Dafür gibt es spezielle Methoden und Gruppen, die von den meisten regelmäßig genutzt werden. Alles was uns umgibt, besteht möglichst aus natürlichen Rohstoffen und uns umgibt viel abwechslungsreiche Natur und Abgeschiedenheit. Auf Grund der hohen Harmonie und Ruhe wird kaum einer krank und alle bleiben lange gesund.

Paradies oder Utopie?

Das Paradies auf Erden – das will doch jeder haben!? Ich denke nicht. Denn auch meine Vision hat ihre Beschränkungen. Was ist mit Formel1-Fans, Begeisterten für fremde Kulturen, andere Länder, außergewöhnlichen Naturphänomen, schnellen oder seltenen Autos? Was ist mit Menschen, die sich nicht gerne über ihre Befindlichkeit austauschen und ein klares Normal als Orientierung brauchen?

Meine Konzept vom alternative Leben hat seine bewusst gewählten Beschränkungen. Weil ich es für unrealistisch halte alles unter einen Hut zu bekommen, beschränke ich mich freiwillig wie folgt:

  • mit wenig Geld auskommen

  • geringe Mobilität => nur eingeschränktes Reisen möglich, ferne Ziele nur mit Tricks erreichbar => Kulturen anderer Länder, ferne Naturgebiete sind schwer erreichbar

  • Abgeschiedenheit => keine großen Freizeit-, Kultur- oder Sportveranstaltungen erreichbar

  • wenig Energieverbrauch => weniger Bequemlichkeit, wenig Unterhaltungsmedien

  • viel Zeit nehmen für Emotionales und Zwischenmenschliches, um Verbindung in der Vielfalt halten zu können

DIE Lösung?

Mein zentrale Hypothese:
Jeder Mensch kann nur für sich selbst herausfinden, was für ihn hilfreich ist, was für ihn stimmig ist und wie er leben will.

Deshalb möchte ich das bestehende System nicht ablösen, sondern eine Alternative schaffen, so dass mehr Menschen wieder Alternativen haben und nicht arbeiten „müssen“. Um diese Vielfalt zu erreichen, erscheint es mir notwendig, dass die Gemeinschaft viel Freiraum für individuelle Lebensgestaltung schafft und einfühlsame, urteilsfreie und absichtslose Methoden zur Konfliktlösung nutzt.

Mit unserer gelebten Alternative möchte ich auch anderen Menschen die Gelegenheit geben zu testen, ob sie sich mit einer anderen, ungewohnten Lebensform wohler fühlen oder welche Kombination für sie inneren Frieden schafft.

Bei den Angeboten für Besucher ist mir wichtig, dass unsere Angebote gegenleistungsfrei sind, damit für keinen der Eindruck entstehen kann „letztlich denken die auch (nur) an ihren eigenen Vorteil!“. Im Idealfall völlig gebührenfrei und auf jeden Fall werbefrei. (Ggf. für alle transparent die tatsächlich anfallenden Mehrkosten sozial verträglich auf die Teilnehmer umlegen. Optimal durch unabhängig eingegangene Spenden die Mehrkosten finanzieren.) Für skeptische Menschen, wie mich, die schon zu oft in Bewegungen erkennen mussten, dass die Angebote doch nicht so selbstlos sind, wie sie scheinen und letztlich zumindest als Werbung für ihre kostenpflichtigen Angebote gedacht sind, ist die Gegenleistungsfreiheit sehr wichtig, um Vertrauen in diese andere Art des Miteinanders zu gewinnen.

Schlusswort

Mehr Infos zu meinen konkreten Umsetzungsideen schicke ich (Andreas) Dir gerne auf Anfrage per Mail an mich.

Noch fehlt uns vor allem ein geeignetes Gelände für diesen großen Traum! [siehe auch unser Zuhause-Gesuch]

Zum Weiterlesen

  • Lebenstankstelle – Konzept für ein Gemeinschaftszentrum bzw. eine Lebensgemeinschaft passend zu mein oben geschilderten Vision

[Zur persönlichen Seite von Andreas]